5 geboren? Wer ſind ſeine Verwandte? Wie ſind ſeine Vermogensumſtaͤnde? Teufel! viel Fragen auf einmal, ich mag darauf antworten konnen oder nicht, der Leſer wird die Gruͤnde ehren, die mich ſchweigen laſſen; am Ende des zweiten Bandes wird alles klar vor Augen liegen.
Herr Martin luſtwandelte an einem ſchonen Sommerabend auf dem Wege von St. Germain nach Pontviſe. Sein Wagen, mit zwei guten Pfer⸗ den beſpannt, folgte ihm auf hundert Schritt. Bertrand, ſein Bedienter, nahm den Sitz ſeines Herrn einſtweilen im Wagen ein und ſchlief, wäh⸗ rend Herr Martin die ſchoͤne Natur beobachtete, ruhig fort.
Warum, begann Herr Martin zu philoſophi⸗ ren, ſind dieſe armen Landleute, welche im Schweiß ihres Angeſichts dieſen Weinberg bebauen, nicht ſicher, ſich einer gluͤcklichen Erndte erfreuen zu
koͤnnen? Ein Froſt im Mai, ein Hagel im Au⸗
guſt, neue Abgaben, vernichten vielleicht ihre Hoffnung: dergleichen Ungluͤcksfaͤlle ſind nicht ſel⸗ ten. Warum alſo arbeiten, warum ein elendes Leben, was man ſo oft verwuͤnſcht, noch laͤnger zu erhalten ſuchen? Warum ſich verheirathen? ſei⸗ nen Kindern Plagen zu vermachen, die unſere Kin⸗ deskinder erben muͤſſen? Wahrlich, es lohnt nicht


