Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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mir einen Strauß dar, dick wie ein Beſen, für Anton aber hatte ſie keinen. Kleine Ungeſchickte!

Die beiden jungen Leute verloren mich nicht aus dem Geſichte: ſie hielten mich wahrſcheinlich in dieſem Augen⸗

blicke ſchon für den Entführer Helviſens, und hatten noch

etwas Anderes vor meinem Scharfblicke zu verbergen. Man war im Beßriff in die Hütte einzutreten; ich nahm André unter den Arm, theilte ihm meinen Verdacht mit und zeigte ihm mit der Fingerſpitze das gefällige Geſträuch. Du biſt eben kein ſehr ſcharfer Beobachter.Sehr verbunden.Du weißt beſſer was in der Sonne vor⸗ geht, als das, was vor Deiner Naſe geſchieht.Das gleicht die Dinge wenigſtens wiever etwas aus.Die Kinder haben keinen Verdacht auf Dich: entſchlüpfe, ſo⸗ bald es Dir möglich iſt, auf eine geſchickte Weiſe und hole das, was Antvinette in dieſem Geſträuche verborgen hat.

Es war die höchſte Zeit, daß unſere Berathung en⸗ digte. Die Kinder erſchienen ſoeben auf der Schwelle, ihre Mienen drückten Beſorgniß aus; ich trat mit ihnen ein, und Jedermann ſetzte ſich zu Tiſche. Antvinette liebkoſte, Anton ſagte mir ſehr ſchmeichelhafte Dinge: ſie wollten mir Vertrauen einflößen; André ging hinaus, die i Leute bemerkten es kaum.

Verliebte gehen ebenſowohl zu Bette wie att Leute, obwohl ſie nicht immer Luſt zum Schlafen haben. Das tiefſte Stillſchweigen herrſchte im Hauſe, als André und ich in unſer Arbeitszimmer hinaufſtiegen; ich brannte vor Begierde zu erfahren, was er in dieſem Strauche ge⸗ Biblioth. 388 Bdch. 17