Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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über ſeinen Kopf. Die Glocke tönt;z er nimmt ſeine Hacke und wir gehen hinaus.

Ich ſtützte mich von Zeit zu Zeit auf meine Harke, und betrachtete bald Anton, bald das, was um das Haus herum vorging; der junge Menſch war nicht zu durch⸗ ſchauen, und Antoinette verließ das Haus nicht. Die Bergwieſe, welche der Hütte gegenüber liegt, wird von mehreren Fußpfaden durchſchnitten, welche das Hinan⸗ klimmen erleichtern und uns zugleich zu Spaziergängen dienem An dem äußerſten Ende derſelben befinden ſich mehrere Blumenhecken von Alproſen, Lilien und Tulpen; Antvinette ermangelt in der Regel nicht, während unſerer Arbeitsſtunden dort mit ihrer Strickerei in der Hand ſpazieren zu gehen; ſie fieht dabei ihren Freund, und zu⸗ weilen pflückt ſie zwei Sträuße. Sie bietet mir einen der⸗ ſelben an, um das Recht zu haben, den andern, man kann leicht errathen wem, zu geben. Und heute kommt fie nicht ſie kommt nicht.

Seit langer Zeit ſchon iſt die Unterhaltung mit Ma⸗ riannen und Sophien ohne Reiz für Antvinetten; was kann ſie alſo in ihrer Wohnung zurückhalten? Die Liebe iſt er⸗ finderiſch und ſie wird irgend eine neue Liſt erſonnen ha⸗ ben. Ich werde ihr ſo nahe als möglich folgen.

Da iſt ſie, da iſt ſie! Sie will den Anſchein haben, als käme ſie ohne alle Abſicht; ſie glaubt ihren Bewegungen einen Schein von Nachläſſigkeit undvon ſich gehen laſſen geben zu müſſen, und ihr Gang wird dadurch gezwungen;