Teil eines Werkes 
19. bis 21. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 4. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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Ich erſtaunte darüber, daß der Stallmeiſter ſo gut un⸗ terrichtet war, ſeine Antwort hierauf war einfach:Die letzte Rüſtung Heinrichs IV. bedrohte Deutſchland; Wür⸗ temberg, von der Schweiz und von dem übrigen Deutſch⸗ land gedeckt, fürchtete Frankreich wenig. Indeſſen inter⸗ eſſirte es den Grafen doch ſehr, das zu erfahren, was dort vorgingz er hätte ſtets in Paris ſeine Späher, welche ihm von allen Begebenheiten Nachricht ertheilen mußten. Er unterhielt ſich und disputirte dann darüber mit ſeinen hö⸗ heren Ofſicieren; und ich, ich horchte; das iſt die Auf⸗ löſung des Räthſels.

Wir nahmen Abſchied von ihm; wir banden unſere De⸗ ſtillirkolben unter dem Wagen feſt, ſetzten uns in denſel⸗ ben und reiſten ab.

Neue Gegenſtände ergreifen die Einbildungskraft er⸗ wachſener Menſchen, um wie viel mehr noch vie Einhil⸗

dungskraft eines zwölfjährigen Kindes. Meine Antoinette war nur mit dem beſchäftigt, was ſie geſehen hatte; ſie ſprach fortwährend mit mir davon, ſie machte über die Verſchiedenheit der Regierung, der Sitten und Gebräuche Würtembergs und der Schweiz Beobachtungen, welche ein frühreifes Urtheil ankündigten, und welches durch ihre naiven und unſchuldsvollen Ausdrücke nur noch um ſo mehr hervorgehoben wurde. Es freute mich ſie ſprechen zu laſſen, ſie unterhielt mich und vergaß wenigſtens auf Au⸗ genblicke ihre Liebe.