welche deren gar keine beſaßen, die aber nichtsdeſtoweni⸗ ger ſo gütig waren, mir auf das Wort hin zu glauben. Ich fand die Rangen, deren Geſchrei mir die Ohren zerriß, allerliebſt; ich theilte den großen Vorrath von Zuckerwerk, welchen André eigens zu dieſem Behufe von Paris hatte kommen laſſen, unter ſie aus und ich ſtreichelte ſogar das Hündchen, welches gerade in Gunſt ſtand.
Ich erforſchte die geheimen Wünſche dieſer Damen; ich verſprach der Einen eine Stelle unter der Dienerſchaft der Königin, der Andern eine Anſtellung bei der Herzogin von Guiſe; ich wechſelte damit ab, je nach der Meinung, welche in dem Hauſe, in dem ich mich gerade befand, herrſchte. Alle dieſe Damen erklärten mich für einen prächtigen Menſchen; einige von ihnen ſchienen von den Schmeicheleien, die ſie mir ſagten, wirklich durchdrungen zu ſein, aber meine Liebe zu Colomben, die Heiligkeit der Ehe und die Furcht vor meinem Schutzheiligen machten mich für dieſe gleichgiltig..
Ich legte André'n von meinen Schritten Rechenſchaft ab.„Wiſſen Sie auch, mein Herr, wie man das auf gut Deutſch nennt?“—„Gewandtheit.“—„Späherei und folglich Niedrigkeit; Sie werden wieder ganz la Mouche.“ —„Ich muß das freilich zugeben, André, aber Du ge⸗ brauchſt da doch ſehr unpaſſende Ausdrücke.“—„Denken Sie ein wenig nach, mein Herr, und beurtheilen Sie ſich dann ſelbſt.“—„Ich denke ich urtheile daß Einem, welcher Deputirter werden will, Alles erlaubt ſein muß.“ Ol dieſes Mal hatte mich aber doch meine Gewandt⸗


