Teil eines Werkes 
16. bis 18. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 3. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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aber denn machen, André? denn am Ende muß ich doch irgend Etwas thun. Der Spitzbube lächelte.Mein Herr, ſagte er zu mir,Sie richteten zu Limoges dieſe Frage nicht an mich. Der Ungeſchickte. Ich drehte ihm den Rücken zu.

Ich kam zuweilen in Verſuchung, wieder zu Richour zurückzukehren.Pah, dachte ich mir,ich würde mich dort doch auch langweilen. Ein Mann, welcher über Richts ſprechen kann, als über Politik, eine Frau, welche über Alles, was man ihr ſagt und zuweilen ſogar über Das, was man ihr nicht ſagt, lacht, zwei erwachſene Töchter, die dumm wie die Gänſe ſind... Nein, ich werde nicht zu Richour gehen.

Ich brachte eine Stunde bei Colomben zu. Sie ſprach von Richts mit mir als von ihrem Wickelzeug und von ihrem Sohne. Ich Undankbarer! hieß es denn nicht von Liebe mit mir ſprechen, wenn ſie mich von dieſen Gegen⸗ ſtänden da unterhielt? Ich umarmte ſie zärtlich und ging auf den Fiſchfang.

Ich trat eines Tages in das Betzimmer des heiligen Anton ein. Meine Verehrung dieſer höchſt wichtigen Per⸗ ſon hatte ſich ausnehmend vermindert, ſeitdem ich Nichts mehr von ihr erwartete.

Ich bemerkte mit Erſtaunen einige Spinnen, welche ihre Netze in der Wölbung des Bogens ausgeſpannt hat⸗ ten. Ich lief ſogleich hin, um die dicke Küchenmagd gehörig auszuzanken; das macht uns einen Augenblick hinbringen. Sie nahm einen großen Beſen und folgte mir weinend.