Teil eines Werkes 
16. bis 18. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 3. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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nicht zu Mittag eſſen: das iſt hart. Clara murmelte, daß ihr Vater, der Laſtträger, und ihre Mutter, die Fiſch⸗ verkäuferin, am Tage ihrer Hochzeit ein prächtiges Mahl gehalten hätten, von welchem ſie noch an den Tagen, an denen ſie ſich nicht prügelten, mit Enthufiasmus ſprachen, und Madame André konnte Herrn und Madame de la Tour nicht einmal ein gebratenes Huhn vorſetzen. Der Herr des Schloſſes und ſeine Gemahlin antworteten ihr, daß ſie in Bezug auf Das bereits zur Reſignation gelangt ſeien.

Aber ungefähr dreißig Perſonen und die Muſiker er⸗ warteten das Hochzeitsmahl. André hatte aber immer ein Auskunftsmittel zu ſeiner Verfügung. Er nahm vier der Kräftigſten aus dem Haufen, ließ ſie einen Eimer Wein aus dem Keller heraufholen, half ihnen denſelben in das Wäldchen rollen und dort aufſtellen. Er öffnet das Faß mit einem Kolbenſchlag und läßt Krüge für die Zög⸗ linge des Silenus ünd Gläſer für die Mäßigeren herbei⸗ ſchaffen.Tanzt und trinkt eine Weile, ſagte er zu ihnen, indeſſen wird man das Mahl zubereiten. Ich glaube, es wird ungefähr zwei Uhr werden, bis man ſich zu Tiſche ſetzen wird; ihr werdet deshalb nur einen um ſo beſſeren Appetit haben. Um zwei Uhr, ſagte er zu mir,werden ſie betrunken ſein, und wer ſchläft, denkt nicht daran, zu Mit⸗ tag zu eſſen. Auf dieſe Art wären wir die Leute da nun los.

Ich hatte mich zu Limoges auf eine außergewöhnliche Art verheirathet. Herr Dupont hatte uns eine Zufluchts⸗ ſtätte gewährt, und die ganze Stadt konnte ſich doch nicht