ſiker aus Arpajon gingen an der Spitze dieſes Zuges ein⸗ her. Der Klang ihrer Inſtrumente lud die Liebhaber von derlei ſchönen Aufzügen ein, ſich um uns her zu gruppiren.
Die Kirche war mit Blumenkränzen ausgeſchmückt und der meſſeleſende Prieſter erwartete uns am Altare, mit ſeinem ſchönſten damaſtenen und mit Gold verbrämten Meßgewande angethan.
Gewiſſe Brautleute würden ſehr in Verlegenheit kom⸗ men, wenn ſie ihren Vater und ihre Mutter nennen ſoll⸗ ten. Nichtsdeſtoweniger bedürfen ſie aber deren doch, we⸗ nigſtens für dieſen Tag da. Ich vertrat alſo die Stelle von Clara's Papa und meine reizende Colombe die von André's Mama.
Der Pfarrer hielt, wie es der Gebrauch will, eine Rede über die Pflichten der Gatten. Er blieb auch nicht einen Augenblick in derſelben ſtecken, und das zwar aus einem ſehr einfachen Grunde: er wiederholte ſie vielleicht ſchon zum tauſendſten Male. Man hat nicht alle Tage Geiſt, ja es giebt ſogar Leute, die deſſen niemals welchen haben, und wenn man einmal eine Rede, ſo gut als man ſie nur im⸗ mer machen kann, gefunden hat, ſo thut man wohl, dabei ſtehen zu bleiben.
Ich beobachtete die Mienen der Brautleute. Ich fand in denſelben keine Spur von jenem Fieber, welches eine heftige Liebe ankündigt, und welches ſo viel Freude und ſo viel Schmerz verurſacht. Es giebt ſo viele Beweggründe, welche ſowohl den großen Herrn, als auch den Schuhflicker zur Ehe beſtimmen können: bei den Einen iſt es der Ehr⸗


