„ oder weniger Intriguanten? Jeder Menſch ſetzt ſich ſeinen Zweck vor; nun muß er aber doch wohl einen Umweg ein⸗ ſchlagen, wenn er nicht im Stande iſt denſelben aufgeradem Wege zu erreichen. Was haben Sie ſelbſt für Wege ein⸗ geſchlagen, um ihre Frau Gemahlin wieder zu erhalten.“
—„Herr André, ich mache aber da eine andere Be⸗ merkung.“—„Und welche iſt das, mein Herr?“— „Meine Denkſchrift iſt ein Meiſterwerk.“—„Das weiß ich ſehr wohl, mein Herr.“—„Und Du willſt Dir die Ehre, dieſelbe verfaßt zu haben, aneignen?“—„Aber Sie ſehen ja, mein Herr, daß ich nichts Anderes anfangen kann.“—„Ich werde es aber nicht dulden.“—„O, mein Herr!“—„Ich habe ausgezeichnete Werke geſchrieben, wie mir die Franciscaner und die Frau Marſchallin ver⸗ ſichert haben. Sie ſind alle verloren gegangen, nun ſollte dieſes hier wirklich gedruckt werden und ich ſollte nicht einmal meinen Namen darauf ſetzen?“—„Mein Herr, um Gottes Willen!“—„Ich werde Dir nicht meinen Ruhm opfern.“—„O, mein Herr, erinnern Sie ſich voch..—„Herr André, Sie verlangen auch wirklich gar zu viel.“—„Sie haben auch nicht die geringſte Ge⸗ fälligkeit, und doch war ich es.—„Welchen Ton neh⸗ men Sie da gegen mich an, mein Herr?“—„Der Ihrige iſt der Ton eines Mannes, der meiner Dienſte nicht mehr zu bedürfen glaubt.“—„Sie wagen es, mich der Undank⸗ barkeit zu beſchuldigen?“—„Beurtheilen Sie ſich ſelbſt, mein Herr.“
Colombe war gegenwärtig, und ſie war keine Ge⸗


