Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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zierte, zog ein Sammetkleid an, mit welchem ſie ſich nur an beſonders feierlichen Tagen ſchmückte, und wir eilten zu⸗ ſammen in das Betzimmer des Wäldchens.

Wir ſchmückten den heiligen Anton mit der Zierde, welche ſie für ihn beſtimmt hatte; er war gewiß niemals bei ſeinen Lebzeiten ſo ſchön geweſen. Wir zündeten die Wachskerze an, welche ſoeben angekommen war, und wir ſangen fromme Danklieder, welche wir an meinen Schutz⸗ heiligen richteten: ihm verdankte ich ja alles Glück, welches mir widerfahren war, ſeitdem er mich hatte geboren wer⸗ den laſſen, Er iſt es, der mir einen Sohn verleihen wird, den er an ſeiner Hand zur ewigen Glückſeligkeit leiten wird; ſo möge es geſchehen.

André folgte allen unſeren Bewegungen; bald lächelte er, bald ſchien er tief nachzudenken.O, ſagte er zu mir, Das, was das Glück eines Weibes ausmacht, kann einen Andern in eine ſeltſame Verlegenheit verſetzen, und eine Ceremonie mehr oder weniger ſtellt den ganzen Unterſchied feſt, welchen die Geſellſchaft zwiſchen ihnen macht.

Eine Ceremonie, André? Sage doch: ein Sacrament.

Es iſt eine furchtbare Sache, mein Herr, um die Ge⸗ walt der Umſtände. Sie wurden zwei Mal verheirathet, und Sie wünſchen ſich Glück dazu; ich ward nur ein Mal getraut, und ich habe alle Urſache es zu bereuen: ein Weib, welches mit dem Herrn Scaramuz Kinder erzeugt.. O, welch' ein Gedanke durchzuckt mich in dieſem Au⸗ genblicke!... Wie kam es, daß mir derſelbe nicht früher einfiel? Ich habe eine Hugenottin geheirathet, und ich bin