Art und Weiſe, welche die Tauben erweckt hätte. Eine alte halbnackte Dienerin ſteckte ihren Kopf zu einem Dachfen⸗ ſter heraus, und fragte mich mit keiſender Stimme, was ich wollte.„Ich will mit dem Herrn Präſidenten ſprechen.“ —„Mit einem Präſidenten um ſechs Uhr des Morgens ſprechen wollen! Sind Sie verrückt?“—„Die Gerech⸗ tigkeit muß immer wachen.“—„Wir brauchen Ihre Sprüchwörternicht, laſſen Sie uns zufrieden.“ Und damit klappte ſie ihr Dachfenſter wieder zu. Ein glücklicher Ge⸗ danke überkam mich; ich begann wieder zu klopfen und zu klingeln. Das Dachfenſter öffnete ſich wieder, und die Alte erſchien wieder, diesmal mit einem Topfe bewaffnet, deſſen Inhalt mich bedrohte; ich ſprang um vier Schritte zurück und rief ihr zu, daß ich mit dem Herrn in dem Namen der Frau Marſchallin von Biron zu ſprechen habe, und daß die Sache dringend ſei.„Im Namen dieſer erlauchten
Dame, welche ſo ſchön und ſo gut iſt. O, das iſt etwas Anderes! Die Gattin eines Marſchalls von Frankreich, des bevollmächtigten Geſandten des Königs. Ja, ich kann den Herrn aufwecken; er ſteht zwar nie zeitig auf, ohne die Migräne zu bekommen, aber ich werde ihm Camillen⸗ thee machen.“—„Machen Sie ein Ende mit Ihrem Ge⸗ ſchwätz, und führen Sie mich ein.“—„Geſchwätz, Ge⸗ ſchwätz!“ ſagte ſie, indem ſie mir einen niederen Vorſaal öffnete.„Es ſind bereits ſiebenzehn Jahre, daß ich dem Herrn Präſidenten diene, und noch niemals hat er mir den mindeſten Vorwurf gemacht.“—„So gehen Sie doch ihn aufzuwecken.“—„Ich beſorge ihm allein ſeine ganze


