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wiſſen es, mein Herr, Verſchiedenartigkeit iſt der Wahl⸗ ſpruch der Natur.“—„Nein, ich weiß das nicht!“ „Warum ſollte nicht auch jede dieſer Sonnen, wie die unſere, Planeten haben, denen ſie eine rotirende Bewegung mittheilt, die ſie anzieht und welche ihr eigenes Gewicht in dem leeren Raume erhält?“—„Mache ein Ende damit und laß uns lieber an Saint⸗Junien denken.“— „Wir können ſie nicht bemerken, weil ſich ihr geborgtes Licht nothwendig unſerem Auge entzieht; aber wenn Alles in der Natur verſchiedenartig iſt, iſt es dann nicht auch wahrſcheinlich, daß die Bewohner von irgend einem dieſer Planeten nur zur Liebe geſchaffen werden und für dieſelbe leben?“—„Glaubſt Du das, André?“—„Daß ſie ſich an den Gegenſtand ihrer Zärtlichkeit, wie die Rebe an der Ulme hinanranken?“—„Sie würden dadurch nur um ſo unglücklicher ſein.“—„Daß ſie durch keine geſellſchaftliche Einrichtung gehemmt ſeien, daß ihnen ihre Organiſation die Nothwendigkeit auferlege, immer zufrieden zu ſein, daß ihre Kinder ihre Falten durch Blumenkränze verhüllen, und daß ſie endlich in den Armen Derjenigen, welche ihnen das Glück verdanken, nun auch ihrerſeits zu lieben, an dem⸗ ſelben Tage, zu derſelben Stunde, in derſelben Minute verſcheiden, ohne weder Kummer noch Reue gekannt zu haben?“—„André, mein theurer André! das iſt ja der Himmel, den Du mir hier malſt.“—„Mein Herr, das Glück iſt überall, es iſt auch auf unſerer Erde, und Sie haben es einen Augenblick lang genoſſen; es iſt Ihnen ent⸗ flohen, laſſen Sie uns daſſelbe ſuchen und wir werden es


