Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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hofmeiſter eingeräumt hatte. André ſtand dicht neben mir und hielt mich bei den Händen. Er verſuchte es nicht, meinen Schmerz durch jene Gemeinplätze zu beſchwichti⸗ gen, durch welche der große Haufe die Betrübten zu tröſten glaubt. Er bemühte ſich, die Hoffnung in meinem geknick⸗ ten Herzen wieder aufleben zu machen. Die Hoffnung facht den Muth wieder an, und ich bedurfie deſſelben in mehr als einer Beziehung. Ich fühlte die Kraft in mir, die Erzählung meines Unglückes anzuhören.

Colombe hielt mich für todt und ihr Daſein wurde ihr unerträglich. Die Beſorgniſſe und die Tröſtungen der Frau Marſchallin waren ihr zur Laſt; ſie wollte allein denken und leiden.Nur Gott, rief ſie endlich aus,kann ihn in meinem Herzen erſetzen. Die Frau Baronin konnte Nichts als dieſe Worte aus ihr herausbekommen.

Dieſe gute, dieſe achtungswerthe Dame wollte ſie von dieſem Schloſſe von Montbaſon, in welchem ſie der tödtliche Streich getroffen hatte, entſernen. Sie hoffte, daß die freie Luft und der Anblick neuer Gegenſtände ihr einige Zerſtreuung gewähren würden. Sie reiſte an dieſem Tage noch bis nach Preuilly, und das war eine ſtarke Tagereiſe. Sie ließ für die Unglückliche ein Bett in ihrem eigenen Zimmer aufſchlagen, und ſie hörte, wie ſie mehr⸗ mals in der Nacht wiederholte:Nur Gott kann ihn in meinem Herzen erſetzen.

Sie ſchien an dem folgenden Tage ruhiger zu werden. Die wahre Frömmigkeit iſt der einzige Balſam, welcher die Wunden der Seele heilen kann. Colombe hatte einen