Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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hafter Zärtlichkeit: Du haſt es gewußt! Du weißt es auch jetzt; und das iſt Dein Lohn! 35

Sie entfernte ſich bald darauf, und ſchloß ſich in ihr Zimmer ein. Lange darauf kam ſie ſehr bleich, und wie es ſchien, erſchöpft, aber mit einer unausſprechlich milden Heiterkeit wieder zu uns⸗ Ihre Thränen floſſen beynahe den ganzen Abend; aber es ſchienen keine Thränen de Unglücks zu ſeyn. überhaupt iſt es zuweilen, als hätte ſie Trö⸗

ſtungen, die weit über unſre Begriffe und alle

Macht der menſchlichen Natur erhaben wären. Ihr

ſcheint Agathokles nicht gant todt zu ſeyn, ſie fühlt

ſich manches Mahl nicht völlig von ihm getrennts es iſt, als beglücke ſie noch ein unſichtbares Band, als walte ein geheimnißvoller Zuſammenhang zwi⸗ ſchen ihnen. Ich kann nicht beſtimmen, wie vielen Antheil an dieſen Vorſtellungen Religion, Schwär⸗ merey, Wirklichkeit, oder ein durch ſo heftige lan⸗ ge Leiden geſchwächter Geiſt hat. Sey es immer Wahn er iſt wohlthätig für ſiez und ich werde mich ſehr hüthen, ihn durch Zergliederung und Vernunftſchlüſſe zu zerſtören. Und wer von uns kennt denn die Geſetze der Geiſterwelt und die un⸗ erforſchten Kräfte der Natur? Wer wagt es aus⸗ zuſprechen, daß eine ſeltſame, unerhörte Sache darum nicht möglich ſey, weil ſie bisher noch nicht