Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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mehr zu. Du kennſt, meine Freundinn, fuhr ſie langſam fort, die armſelige Furcht des Tyrannen; er glaubt ſich ſeines Opfers nicht ſicher genug. Es ſind zwey Officiere vorausgekommen, die Befehl haben, zu unterſuchen, ob hier keine Möglichkeit, kein Anſchlag zur Befreyung vorhanden ſey. O laß ſie kommen! rief Theophania: Sie ſollen thun, was ſie wollen, was ſie müſſen; aber mich laß nur nicht lange auf ihn warten! Calpurnia ging, und kam ſogleich mit zwey Centurionen wieder, die mit größter Achtung die Kranke um Entſchuldigung ih⸗ rer ſchweren Pflicht bathen, und dann das Zimmer und die Umgebungen ſchonend, aber aufmerkſam unterſuchten. Hierauf ſtellte ſich der eine außerhalb der zweyten Thür, die in ein anderes Gemachfführ⸗ te, der zweyte ging zurück, um Agathokles herein zu führen. Jetzt richtete ſich Theophania aufz ſie zitterte, daß ihre Hände zuſammenſchlugen, eine Leichenbläſſe bedeckte ihr Geſicht, während ihr Au⸗ ge vor Freude ſtrahlte. Beynahe eben ſo zitternd hielt die Königinn ſie umfaßt. Nun hörten wir au⸗ ßer der Thür eine Kette fallen, dann noch eine; die beyden Frauen ſchrieen laut auf— und Aga⸗ thokles trat ein. Theophania nannte ſeinen Nah⸗ men mit einem heftigen Schrey, und beugte ſich mit ausgebreiteten Armen gegen ihn; er ſtürzte auf