Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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Entfernung von ein paar Schritten immer an un⸗ ſerer Seite hielt; ich ſah, daß ſie mir unabläßig folg⸗ te, ſchneller und langſamer, links und rechts ging, wie ich es oft, um ſie zu necken, that. Ich fand es nicht rathſam, gerade in unſer Haus zu gehen. Als wir daher innerhalb der Thore waren, flüſterte ich Phädo zu, er möchte mich zu ſeinem Bruder führen, der hier ein kleines Kaufmannsgewölbe hat. Er that es. Ich kann auf die Verſchwiegenheit dieſer Leute rechnen, und blieb hier ſo lange, bis ich mit Wahr⸗ ſcheinlichkeit vermuthen konnte, daß mein unbekann⸗ ter Begleiter, des Wartens müde, fortgegangen ſeyn mochte. Das war auch wirklich geſchehen, und ich langte endlich ohne weiteres Abenteuer, aber nicht ohne einige Bangigkeit, zu Hauſe an.

Ich bin neugierig, wie es heut Abends ſeyn wird. Meine Maßregeln ſind getroffen, ich fürchte nichts; und wenn ich auch ein wenig Furcht em⸗ pfände, ſo würde das Intereſſante des Abenteuers, und dieſer heimlichen Zuſammenkünfte ſie weit überwiegen. Leb wohl, Sulpicia! Ich bin müde vom Schreiben. Nächſtens mehr.