ihm manches Mahl bey etwas helfen muß, wozu er zwey Hände brauchte, daß ihn das ſo ungeſchickt, ſo hülflos macht, bewegt mich ſeltſam; und die Bläſſe ſeines Geſichts, der weichere Ton ſeiner Stimme, die mindere Lebhaftigkeit ſeiner Bewegungen rüh⸗ ren mich, ich weiß nicht warum, weit mehr, als wenn er auf einmahl durch die Sprüche einer Theſ⸗ ſaliſchen Zauberinn in einen Adonis wäre umgewan⸗ delt worden. Das iſt ſonderbar; aber mich dünkt, es iſt vollkommen gut, daß es ſo iſt. Nicht um mei⸗ netwillen— lächle nicht ſpöttiſch, wenn Du dieß lie⸗ ſeſt; mein Verhältniß zu Agathokles iſt gar nicht von der Art, wie Du denkſt, und unſere Geſpräche ſind von ſo ernſtem Inhalt, daß die ſanftern Ge⸗ fühle ſcheu davor zurückbeben müſſen— aber ich finde dieſe Einrichtung für's Ganze gut. Das Schick⸗ ſal, die Natur, die Vorſicht, die Götter, oder wie man das Weſen nennt, das die Sorge für die An⸗ ordnung und Erhaltung der Welt über ſich genom⸗ men hat, hat dieſen Zug mit vieler Weisheit in die Tiefe unſers Herzens gelegt. Die Welt iſt nun ein⸗ mahl ſo eingerichtet, daß im Phyſiſchen wie im Moraliſchen nichts ohne Mühe, Anſtrengung, Kampf erlangt werden kann. Dem Muthigen hilft das Glück; der Anſtrengung gewähren die Götter al⸗ les. Das ſind uralte Sprüche, die jede Generation
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