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ſe todähnliche Betäubung zugezogen, ſie wird auf⸗ hören, wie ſeine Kräfte ſich erhohlen.
So bald ich einiger Maßen mein Herz beruhigt fühlte, ſetzte ich mich hin, Dir zu ſchreiben, und Dir zu ſagen, daß es mir nicht möglich iſt, meine Blicke vor den ſchönen Ausſichten, die ſich mir er⸗ öffnen, mit gehöriger Standhaftigkeit zu ſchließen. Soll es denn bloßes bedeutungsloſes Zuſammen⸗ treffen ſeyn, was mich von den Ufern der Gothen bis hierher brachte, was mich gerade jetzt zur Pfle⸗ ge der Verwundeten beſtimmte, und mir den theu⸗ ren Freund in dieſem Augenblicke ſchenkte? Er iſt ein Chriſt. Wie kann er Calpurnien ſeine Hand reichen? Wie kann er, der ſo hohe Begriffe vom Zuſammenklang der Seelen hat, ein Mädchen lie⸗ ben, das über den wichtigſten Gegenſtand des Men⸗ ſchen ganz verſchieden von ihm denkt? O Junia! Welche beglückende Folgen liegen in dieſen Fragen verborgen! Aber noch muß ich mein Herz halten, noch darf ich mich ihnen nicht überlaſſen, und vor allem darf Agathokles jetzt noch nicht wiſſen, wer ich bin. Wie er auch immer für mich fühle, was ſein Verhältniß zu Calpurnien ſeyn mag— eine gähe Entdeckung könnte ſein Leben in Gefahr ſetzen. Noch muß ich verborgen bleiben; aber ich hoffe, die Zeit, das Leben in ſeiner Gegenwart wird bald


