— 7— um uns geſchehen ſey. Ich eilte an's Fenſter; die Stille, die Ruhe, mit der die Krieger ſtanden, befremdete mich, ich ſah ſchärfer hin, und entdeck⸗ te nun, daß ſie eine Bahre niederließen, auf der ein Verwundeter lag. Meine erſte Angſt war ver⸗ ſchwunden; aber ein anderes nahmenloſes Gefühl, eine bange Ahnung ergriff mich. In demſelben Au⸗ genblicke kam Tabitha, meine Gefährtinn bey der Pflege der Verwundeten, um mich zu hohlen. Ich raffte mein Geräth mit zitternder Eile zuſammen, und folgte ihr beklommen und haſtig; es war, als ob mein Herz mir mein Schickſal verkündete. Ach⸗ es betrog mich nicht, als ich an den Thorweg kam, als die Soldaten ſtumm und trauernd zurückwi⸗ chen, und ich nun beym Fackelſchein Alles erkann⸗ te! O Gott! Da lag Agathokles— bleich, leblos, mit geſchloſſenen Augen in allem ſeinem Blute vor mir. Ich ſank mit einem lauten Schrey an ihm nieder, ich nannte ſeinen Nahmen, ich verſuchte es, ihn in's Leben zurück zu rufen. Vergebens! Er ſchien todt, und ich weiß nicht, welche Kraft mich in dieſem entſetzlichen Augenblicke vor der Ohn⸗ macht bewahrte. Ich raffte mich auf, ich vermoch⸗ te zu fragen. O Junia! Wenn es möglich iſt, ſo fühle die Wonne nach, die mitten in der Todes⸗ gngſt mich durchſchauerte. Agathokles war ein
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