Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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nicht mit zitterndem Vertrauen zu dem väterlichen Erbarmen Gottes flüchten könnte!

Dieſe Stimmung darf nicht bleiben; ſie iſt nicht menſchlich gut, vielweniger einer Chriſtinn würdig. Wo meine Kraft nicht ausreicht, halte mich ein ſtär⸗ kerer Arm. Heliodor kommt morgen von einer klei⸗ nen Reiſe zurück. So viel überwindung es mich koſten mag, ſo wenig Schonung ich von dieſem ſtrengen Richter hoffen darf, ſo enthülle ihm doch ein offenherziges Geſtändniß den Zuſtand meiner Seele, und ſeine ernſte Tugend zeige mir den Weg, auf dem ich mich wieder erheben, und Selbſtach⸗ tung gewinnen kann.

Einige Tage ſpäter.

Ich bin viel ruhiger in meinem Innern. Leicht war dieſe Stille nicht erworben; doch ich hoffe, ſie ſoll dauerhaft ſeyn. Heliodors Strenge hat mich gebeugt, vernichtet. Aber wie die Pflanze nach dem ſchweren Gewitterregen ſich am Strahle der Abend⸗ ſonne aufrichtet, ſo richtet ſich auch mein Geiſt, 8 durch verſöhnende Reue und feſte Vorſätze geſtärkt,

empor. Ich habe mich ſelbſt überwunden, ich habe

mein innerſtes Weſen zum Opfer auf dem Altar der Pflicht gebracht, und der himmliſche Lohn folgt

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