Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Zerſtreuung geſchieden, bewohnen einige chriſtliche

Witwen ein einſames kleines Haus, und widmen, da ſie in der Welt nichts mehr zu wirken und zu hoffen haben, den Reſt ihrer Tage den übungen der Fröm⸗ migkeit und Menſchenliebe. Sie verfertigen die Ge⸗ räthe und Kleidungsſtücke für die Kirchen, und dienen in denſelben als Diaconiſſinnen 26); aber ihr ſchön⸗ ſter Wirkungskreis iſt die Unterſtützung der Armen, der Unterricht der Mädchen, die ihrer Aufſicht über⸗ geben ſind, und die Pflege der Kranken, die theils in's Haus gebracht, theils in ihren Wohnungen von den wohlthätigen Frauen beſucht werden. Zu ihnen wird mich Heliodor bringen. In den Mauern die⸗ ſes Hauſes, das ich nicht verlaſſen muß, wenn ich nicht will, kann ich ganz unbemerkt und verborgen leben; und der Beruf dieſer Witwen gibt meinem gehaltloſen Daſeyn Zweck und Werth. Morgen rei⸗ ſe ich ab. Wir werden, um alle Nachforſchungen zu täuſchen, die Straße nach Apamäa einſchlagen, und von dort erſt auf einem Umwege nach Nikomedien gehen. Sobald ich in meiner ſtillen Freyſtätte an⸗ gelangt bin, werde ich Dir ſchreiben. Leb wohl!