Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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einer der Alteſten der Gemeinde, und ein thätiges eifriges Mitglied derſelben iſt, droht dasſelbe Schick⸗ ſal. Indeſſen iſt er entſchloſſen zu bleiben, und alles ſtandhaft abzuwarten, was Bosheit oder Rachſucht über ihn zu verhängen veſchloſſen hat. Er hat Feinde, und weiß nur zu wohl, daß Religionshaß nicht zum erſten Mahle zum Deckmantel kleinlicher Rache die⸗ nen mußte. Heliodor geht von hier nach Nikome⸗ dien, wo unter den Augen des Auguſtus der Ver⸗ folgungsgeiſt minder geſetzlos wüthet. Unter dieſen umſtänden bleibt dieß Haus keine ſichere Zuflucht mehr für mich. Allein zu reiſen wage ich nicht⸗ da ich mich ſo wenig perſönlicher Sicherheit erfreuen kann. Es bleibt mir alſo kein Ausweg übrig, als mit Heliodor zu gehen. Mareius Alpinus iſt in die⸗ ſem Augenblick nach Cäſarea zum Galerius beru⸗ fen; vielleicht iſt dieß der einzige Zeitpunet, der mir zur Flucht übrigt. Auch haben Heliodor und Lyſias mich überzeugt, daß man in einer großen geräuſch⸗ vollen Stadt viel eher hoffen kann, unbemerkt zu bleiben, als an einem kleinen Orte, wo jeder Nach⸗ bar um jeden Schritt des andern weiß. überdieß werde ich nicht in der Stadt ſelbſt wohnen. Eine Viertelſtunde davon am Eingange eines kleinen Ge⸗ hölzes liegt ein Dörfchen, deſſen ich mich noch wohl aus meiner Kindheit erinnere⸗ Hier von Lärmen und