nes hoöchſten Wunſches gehofft. Es will ſich nicht ändern. Ich kränkle immerfort; und ſo ſoll ich denn vielleicht im Hafen Schiffbruch leiden, und die Welt zu einer Zeit verlaſſen, wo mein Leben . erſt eigentlich beginnen und ich nach ſo vielen Stür⸗ men an's Ziel gelangen ſoll? Es war eine Zeit, wo ich den Tod wünſchte, wo er mir als das Ende meiner Qualen erſchienen wäre. Aber jetzt, jetzt iſt der Gedanke, aus Tiridates Armen, aus dem Sonnenſchimmer ſeiner beglückenden Liebe hinabzu⸗ ſteigen in das Reich weſenloſer Schatten— oder des weſenloſeren Nichts— ſchauderhaft, entſetzlich! Unerfreulich und düſter ſteht die dunkle Welt jen⸗ ſeits vor dem forſchenden Blicke, und nach tauſend Zweifeln, eiteln Speculationen und nichtigen Er⸗ wartungen bleibt dem grübelnden Verſtande höch⸗ ſtens der Troſt der Ungewißheit. Weiter kann er es nicht bringen, weiter hat es nie ein Weiſer ge⸗ bracht. Was ſich wider dieſe überzeugung in uns empört, iſt der Trieb der Selbſterhaltung, dem der Gedanke der Vernichtung unmöglich zu faſſen iſt. Ich ſollte von Tiridates ſcheiden, ihn der dü⸗ ſtern Verzweiflung, oder— ſchreckliche Wahl!—. den Tröſtungen einer neuen Liebe überlaſſen, und hingehen, woher nie jemand zurückkommt, wo keine Hoffnung des Wiederſehens iſt? O nein, nein, nur
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