Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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hatte, daß ihr nun beſſer ſey, als ihm. Dennoch

blieb eine wilde Schwermuth, die an Verzweiflung gränzte, in ſeinem Weſen. Endlich ſtand er auf: Verzeih, daß ich Dich verlaſſe! Mein Zuſtand be⸗ darf der Einſamkeit, der Ruhe. In ein paar Stun⸗ den ſehen wir uns wieder. Ich ſah ihn zweifelnd an. Fürchte nichts, antwortete er, indem er mit einem wehmüthigen Lächeln meine Hand ergriff: Was Dir Deine Religion verbiethet, erlauben mir mei⸗ ne Grundſätze auch nicht. Ichſchämte mich meines Verdachts, und verließ ihn. Nach einer langen Zeit ſuchte er mich wieder auf. Er war gelaſſener als vorher, und im Stande, zuſammenhängend über die ſchreckliche Geſchichte und ſeinen Verluſtzu ſpre⸗ chen. Dann ordnete er an, daß Lariſſens Schlafge⸗ mach mir und ihm zur Wohnung eingerichtet wer⸗ de. Ich wollte mich anfänglich dieſem Vorhaben, aus Schonung für ihn, widerſetzen; aber ich ſah bald, daß ſein Herz nicht wie die gewöhnlichen Her⸗ zen war. Die Umgebungen, in denen ſie gelebt hatte, die Erinnerung an ihre Tugenden, an ihre Geduld, an ihre Liebe zu ihm, ſchienen ſein Ge⸗ müth zu erheben, ſtatt ſeinen Schmerz zu vergrö⸗ ßern. Er fing am andern Morgen an, mit mir in der Gegend herum zu gehen, ſich nach allem, was vorgefallen war, zu erkundigen, und thätige, ſehr