für ſie zu bewirken, daß ich Demetrius zu überre⸗ den dachte, dieſe gefährliche Nachbarſchaft zu ver⸗ laſſen, und den Winter an einem ſicheren Orte zu⸗ zubringen. Ach, meine verehrte Freundinn! Was ſind die Rathſchlüſſe und Vorſätze der Menſchen vor dem Nathſchluß Gottes, der ſie wie Spreu vor
dem Winde zerſtreut? Meine Hoffnungen, mein
Vorhaben, meine Ankunft, Alles, Alles war zu ſpät. Zwey Tage, ehe ich in Trachene anlangte, hatten die Barbaren eine Landung gewagt, waren in der Nacht ausgeſtiegen, und mit wildem Ge⸗ ſchrey und Lärmen gerade auf Demetrius Villa zu⸗ geeilt.
Demetrius, ſtatt ſich und die Seinigen durch
eine eilige Flucht zu retten, die vielleicht noch mög⸗ lich geweſen wäre, ging ihnen mit ſeinen bewaff⸗ neten Seclaven entgegen. Der Kampf begann; aber die übermacht war ſo ſehr auf der Seite der Feinde, daß die im Hauſe Zurückgebliebenen keine Zeit hatten, ſich vor den Siegern zu flüchten, oder zu verbergen. Demetrius ward ermordet, ſeine Selaven ſtarben neben ihm. Die Gothen drangen in's Haus, die zitternden Sclavinnen, und— al⸗ ler Wahrſcheinlichkeit nach auch ihre unglückliche Gebietherinn— ſielen unter den Streichen der durch den heftigen Widerſtand bis zur Raſerey erhitzten Agath. I. Th. 17
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