zu melner Vetrübniß ſehe, eher aufhören möge, als es für Deine Ruhe zu ſpät iſt.
RNun alſo von mir und unſerm Gaſifreunde. Wie kannſt Du glauben, daß ich Dir etwas ver⸗ ſchweigen wollte? Gewiß, der Gedanke kam nicht in meine Seele. Ich ſchrieb Dir nicht von ihm, weil— weil. ich nicht an ihn dachte, weil Deine Angelegenheit mich zu⸗ ſehr beſchäftigte, um andern Gedanken Raum zu laſſen. Du nennſt ihn einen Sonderling; darin haſt Du vollkommen Recht. Aber auch einen kiebenswürdigen? O da fehlt noch viel! Erſtlich iſt ſeine Geſtalt, obwohl edel und bedeutend, doch nichts weniger als ſchön. Zwey⸗ tens iſt ſeine Art, ſich zu kleiden, viel zu einfach, ja beynahe nachläſſig; und er wird nie zwiſchen allen den ſchöngelockten, geſchmückten, von Salben duftenden Jünglingen, die uns umſchwärmen, ei⸗ nen vortheilhaften Eindruck machen. Drittens iſt mir ſeine Tugend und Philoſophie zu rauh. Er kommt auch mit niemand beſſer aus, als mit Dei⸗ nem Vater. Ich wünſchte, Du wäreſt einmahl ge⸗
kaner, dieſe geſchwornen Feinde der Tyranney⸗ miteinander eifrig reden. Der Gegenſatz der Wirk⸗ llichkeit mit ihren Ideen erhitzt ihre Einbildungs⸗
kraft noch mehr;ß ſie ergießen ſi ſich i in bitteren Ta⸗
genwärtig, wenn dieſe zwey glühenden Republi⸗


