Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

endlich fort, weil Suppe ſchon

dem Tiſche ſtand. Sie ſtand auf, und jetzt erſt ſah ich, wie ſehr die Freude Leonoren erſchüttert hatte. Sie ſchwankte, und Blum führte oder trug ſie vielmehr aus dem Garten in den Speiſeſaal. Daß die Glücklichen wenig ſprachen, und noch weniger aßen, kannſt Du denken. Ich mochte ſie auch nicht viel ſtören; denn alle Geſpräche, worein ich ſie hätte verwickeln können, wären nicht ſo ſüß, ſo anziehend geweſen, als die Gefühle, in denen ſie ſchwelgten. Jetzt ſind ſie in Leonorens Zimmer, und ſpielen Clavier, ſchwatzen und ſingen. Mich brau⸗ chen ſie nicht; und ich benutze die Zeit, um Dir alles das zu berichten, woran Du ſicher den wärm⸗ ſten Antheil nimmſt. Wärs denn nicht möglich, daß Du dieſe Woche zurückkämeſt? Ferdinand bleibt acht Tage bey uns, und hätte wegen der Heirath

und ſeines Etabliſſements nothwendig mit Dir zu

ſprechen. Komm doch, lieber Carl, und genieße

den Anblick zweyer unausſprechlich Glücklicher, der

Deinem ſchönen Herzen gewiß angenehm ſeyn wird!