Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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die Gläubiger befriedigt, Mad dem Hauſe entfernt, dieß war die unerläßliche Bedingung, unter welcher ich mich zu ſenem Opfer verſtand und mir das unumſchränkte Regiment in unſerm Hausweſen übergeben. Das war's, was ich wollte. Ob Graf Kelm dieſe Perſon noch be⸗ ſucht, ob er ſie liebt, iſt mir ganz gleichgültig; ge⸗ nug, meine und ſeine Ehre ſind gerettet.

Sonſt geht mein Leben ſo freuden⸗ und gehalt⸗

06 hin, wie immer; ewig derſelbe ermüdende Eir⸗

kel von Beſuchen, Geſellſchaften und ſchalem Ge⸗ ſchwätze, ewig dieſelbe lange Weile, derſelbe Ekel und überdruß, der mich allenthalben verfolgt! Wo⸗ zu bin ich in der Welt? So frage ich mich oft, und mit halber Verzweiflung antwortete mir eine Stim⸗ me in meinem Innern: Zu nichts und wieder nichts. Das iſt der Ausſpruch meines eiſernen Schickſals! So iſt das Lvos über mich geworfen. Noch hat nie einer meiner Plane gelungen. Noch iſt mir kei⸗ ne Hoffnung erfüllt, kein Wunſch, ſo lange ich le⸗ be und mich dünkt, ich lebe lange, ſehr lange, ob ich gleich nicht fünf und zwanzig Jahre zähle befriedigt worden.

Meine Schweſter heirathet nun auch. Eine Nar⸗ ren eine lächerliche Romanenheirath! Sie wer⸗ den in einer Hütte leben, und ſich alles ſeyn. Die