Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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man wohl von ſolchen Verhältniſſen nicht ſagen, aber ſich um ſie zu bewerben. Er hat zwar kein

Vermögen, und iſt über fünfzig Jahre alt. Aber

ſie wird ſich Gräfinn, Epeellenz nennen hören, in Geſellſchaften einen der erſten Plätze einnehmen, und in den Reichthümern ihres Vaters Quellen genug zur Führung eines glänzenden Hauſes fin⸗ den. Er bekommt ein reiches Weib. So ſind bey⸗ de vergnügt. Und haben ſie am Ende nicht Recht, Thereſe? Was iſt häusliches Glück? Was iſt die Seligkeit der Liebe? Ein Traum, der nur zu bald vergeht!

Schreibſt Du nicht ſelbſt, daß kein Ehepaar lebt, das nicht über einander zu klagen hätte? Das ſchreibſt Du, deren Ehe mir oft als ein Mu⸗ ſter häuslichen Glückes vorſchwebte. Auch Du haſt zu klagen, Du leideſt vielleicht jetzt unausſprechlich durch die Krankheit Deiner Kinder; und was ha⸗ be ich zu erwarten? Darf ich wohl murren? Darf

ich mich nur im Geringſten wundern, wenn Wall⸗

ner ganz, oder größten Theils dem Bilde entſpre⸗ chen wird, das Du von ihm entwirfſt? Ich weiß es, ich werde nicht mehr glücklich ſeyn; kein Menſch iſt es, weil es kein Glück auf Erden gibt.

Sieh, Thereſe, dieſer Gedanke, ſo troſtlos er Dir ſcheinen mag, gibt mir Muth, Feſtigkeit, ja