Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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vor meinen Blicken enthüllt. O, ich werde ſie nicht ſtören! Und wenn ſie nicht ginge? Wenn ſieé er⸗ ſchüttert und bewegt über ihre Lage nachdächte? Nein, nein, es iſt nicht möglich!

Den 16. Morgens. Sie iſt gegangen, ſie hat die Quadrille getanzt, den Blumenſtrauß getragen, die ganze Nacht an Wallners Seite zugebracht, und wir ſind ge⸗

trennt. Ich habe ihr dieſen Morgen geſchrieben. Wenn ſie aus dem Schlafe nach dieſer entzückenden

Nacht erwachen wird, wird man ihr das Billet einhändigen. Jetzt bin ich ganz ruhig. Meine Maß⸗ regeln ſind genommen. Hier bleibe ich auf keinen Fall; nur weiß ich noch nicht beſtimmt, wohin ich reiſen werde. Ich war die Racht auf der Redoute, wohin ich unſern Freund, den guten Wiprecht, beſchieden hatte, der vorher auf's Schöndorfſche Piquenique ging, und mir verſprach, um zwey Uhr Nachricht zu bringen, wie es dort zugeht. Er hielt Wort. Meine Tante war ebenfalls mit Babetten auf der Redoute. Das war mir ungelegen, denn ich mußte das Mädchen eine gute Weile führen, weil die Mutter zu müde warz endlich ward ich ſie