₰ dings kein Recht, Sie um Ihr Verhältniß zu Blum, und die Urſache Ihres Zwiſtes zu befra⸗
gen. Ich dankte ihr, und verſicherte ſie, daß ich
ſchon alles vergeſſen hätte. Indeſſen fing ſie wie⸗ der an: Wenn auch meine Mutter nicht ganz Recht hat, ſo hat doch Blum gewiß noch mehr Unrecht. Nun ſuchte ſie mir zu beweiſen, daß man in der großen Welt und überhaupt im Umgange mit Menſchen nicht ſo ekel ſeyn könne und müſſe, daß ein gemiſchter Umgang durch ſeine Mannig⸗ faltigkeit zu unſerer vielſeitigen Ausbildung bey⸗ trüge, und daß es ſelbſt in den Augen ſtrenger Richter ein weit ſicherer Beweis von der Feſtig⸗ keit unſers Charakters und unſerer Tugend ſey, wenn wir da ſtehen, wo wir ſo Manche neben uns fallen ſehen, als wenn wir unter lauter guten erhabenen Beyſpielen nicht hinter ihnen zurück bleiben. In dieſer Rückſicht redete ſie mir mit ein⸗ dringendem Ernſte zu, Blums Forderungen nicht zu weichen, und da, wo mein Bewußtſeyn mir keine Vorwürfe mache, mich um ſeinetwillen kei⸗ ner Lächerlichkeit auszuſetzen.
Ich konnte ihr nicht ganz beypflichten, ob⸗ wohl ich ihren Gründen nichts entgegen zu ſetzen wußte; endlich aber ſtand der Entſchluß feſt, mich
in Blums Augen, der mich ohne Schonung einem
₰


