Fünfter Brief.
Juliane von Schöndorf an Madame Hortenſe Deſengay.
*** den 20. Junius 1797.
Jc weiß zwar nicht, ob dieſer Brief ein beſſeres Schickſal haben wird, als ſo manche ſeiner Vor⸗ gänger, ob er mitten durch zweh eitende Beere ſeinen Weg in ein von unſern Feinden beſetztes Land finden wird, und ich bin auch durch dieſe Rückſichten in manchem Punkte ſehr Pſchränkt; denn wer weiß, in welche Hände er fallen, und wie man meine Anſichten der Dinge, die ich nun einmahl unmöglich in die gewöhnlichen Former ſchmiegen kann, deuten und auslegennöchte. In deſſen es iſt mir Vedütfüiß⸗ Ihnenß terliche Freundinn, zu ſchreiben, Ihnei mel jeher, ſo lange ie in unſerm Hauſ* auch jetzt, ſeit ft


