Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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— 35— Welt wohl mit nicht geringeren Vorurtheilen da⸗ gegen betrat, fühle dieſe immer mehr und mehr verſchwinden, und finde tauſend Reize und An⸗ nehmlichkeiten, von welchen ich vorher keinen Be⸗ griff hatte. Iſt das nicht ſonderbar? Und dennoch iſt es ſo. Ich ſehe das aus jedem ſeiner Briefe, in welchen ſich jene Anſichten, und eine Art von Sor⸗ ge, ja von Angſt, ich möchte zu viel Gefallen an dieſen gefährlichen Freuden finden, deutlich aus⸗ ſprechen. Wir haben ſchriftlich ſchon manche Er⸗ klärung, ja manchen Zank, wenn ich ſo ſagen Harf, darüber gehabt. Das iſt nicht gut; es iſt über⸗, haupt nicht recht, daß zwey Menſchen, welche Schickſal, Erziehung und Liebe ſo ganz mit und für einander geſchaffen und gebildet hatten⸗ von derſelben Sache ſo ganz verſchieden gerührt wer⸗ den. Ach! was gäbe ich därum, wenn Ferdinund mit meinen Angen ſähe, oder wennich nie die Dinge kennen gelernt htz⸗ die— ſ vorkommen! 3 Doch warum quãe 6 ic nut ſiſer Vor⸗ ſtellungen! Unſere Liebe wird alle Uiebenheiten ausgleichen, ſie wird uns Beyden Nachſicht und Schonung gegen nMeingen einflößen ia, ſie wird ſe erſchiedenheit aufheben, und in zwey W von ihre Kindheit an bis 4* s

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