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chen keine Sylbe mit einander; als ſie aber auseinander ſchieden, bemerkte die Frau Gräfin von Corbin, daß die Frau Graͤfin Vanersken eine unertraͤgliche, eitele Thörin, und dieſe, daß jene eine eingebildete, abgeſchmackte Perſon ſey.
Mich anlangend, ſo darf ich ſagen, der Hoͤchſte hat mir alles das wahre Gluͤck ge⸗ ſchenkt, was der Menſch auf Erden genießen kann. Meine Kinder, ihr gutes Auskommen habend, leben in Frieden und Einigkeit mit ein⸗ ander, meine gute Pauline theilt und erhoͤht durch treue Liebe, wie in den Tagen der Ju⸗ gend, mein Wohlbeſinden, und noch immer iſt es mir vergoͤnnt, den Lebensabend meiner ehr⸗ wuͤrdigen Mutter durch kindliche Sorge fuͤr ſie, ſchmuͤcken zu duͤrfen.
Dieſe, im Kreiſe der Meinen herrſchende Einigkeit, wohnt aber leider nicht in dem von
meines Freundes nachgelaſſener Familie. Zwar
genießt jetzt Frau Vanersken die lang enlbehrte Freude, ihre Kinder haͤufig um ſich zu ſehen;
zwar lebt ſie mit ihrem jetzigen Gatten, kraft
ſeiner Gutmuͤthigkeit und ſeines unverwuͤſtlichen


