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meinen Freund in eine der Unterſtuben des Hau⸗ ſes, wo ſie ihm ein Fruͤhſtuͤck auftrug.
Deſodry verſchlang unter der heftigſten Un⸗ ruhe ſchnell einige Biſſen. Zu jeder andern Zeit wuͤrde darin, daß ein Reiſender in einen ent⸗ legenen Pachthof einſprach und ſich fur ſein Geld etwas zu eſſen reichen ließ, nichts Auffallendes gefunden worden ſeyn; aber jetzt!— Konnte die Magd ihn nicht verrathen? Ach, damals mußte man in jedem Menſchen einen Verräther fuͤrchten. Er beantwortete daher die Fragen des Maͤdchens nur mit der großten Vorſicht und ſuchte ſie dagegen uͤber ihre Herrſchaft auszu⸗ forſchen. Geſchwatzig erzählte ſie ihm, daß die Pächterin eine Wittwe mit Namen Moreau ſey, und daß ihr Sohn, Johann, im Begriff ſtehe,
ſich zu verheirathen. Uebrigens ſchlafe die Haus⸗
frau noch, der Sohn aber ſey bereits auf dem Felde. In dieſem Augenblick rief eine weibliche Stimme, welche Deſodry ſehr unangenehm vor⸗ kam:„Katharine! Katharine!“
„Ach!“ ſprach das Maͤdchen,„das iſt die Frau. Warten Sie hier nur, ich komme bald


