in gelehrte Spitzfindigkeiten zu vertiefen, und ſo kam er denn ziemlich glucklich, und ſogar mit einigem Ruhme— denn die Prozeſſe wurden zufaͤlligerweiſe fuͤr ſeine Clienten gewonnen— davon. Das Gegentheil würde übrigens Deſodry auch nicht ſehr bekuͤmmert haben; ſeine Abſicht
war nicht, als Anwald zu glaͤnzen, er wollte
ruhig leben, und die Rimeſſen, welche ihm Herr Lecog von ſeinem Vermögen machte, reichten vollkommen hin, um in einer kleinen Stadt, wie Pont⸗l'Eveque, anſtaͤndig zu exiſtiren. Die Hauptſache fuͤr ihn war, daß niemand daſelbſt erfuhr, daß er Deſodry hieß, und daß er von einem Verhaftsbefehle verfolgt wurde. Hierzu gehoͤrte aber Vorſicht, denn ju jener Zeit gab es kein Dorf in Frankreich, wohin die Re⸗ volution nicht gedrungen war. Bis jetzt hatte man ſich jedoch in Pont⸗l'Eveque noch nicht auf den Gipfel des revolutionairen Ultraismus geſchwungen. Es beſtand allerdings ein Klubb und einige Mitglieder deſſelben waren hinrei⸗ chend uͤberſpannt; allein ſie bildeten noch die Minorität und wurden, wenn ſie mit albernen


