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„und zähme deine Zunge; denn ich kenne dich ſchon, wenn du in Eifer geräthſt.“
„So viel wie moglich, werd' ich es ſeyn“, entgegnete Lecog.„Das lernt man ſchon in die⸗ ſen Zeiten. Zum Glück bin ich weder ſehr reich, noch vornehm genug, um ſonderlich Ver⸗ folgung fürchten zu duͤrfen. Und man müßte ja ein eingefleiſchter Teufel ſeyn, wenn man mir ein Verbrechen daraus machen wollte, daß ich fuͤr meinen Neffen ſpreche.“
Was mir Herr Lecog von dem Stande der Dinge erzäͤhlte, was ich ſelbſt ſah, vollendete mir alle Hoffnung fur meinen Freund zu rau⸗
ben. Was war aus den fröhlichen, muntern
Pariſern geworden! Aller Umgang unter Fa⸗ milien, unter Freunden hatte aufgehoͤrt; kein Menſch traute mehr dem Andern; Eltern heg⸗ ten Argwohn gegen ihre Kinder, Herrſchaften gegen ihre Dienſtleute, Nachbaren gegen Nach⸗ baren. Ein Wort, eine Geberde, das Still⸗ ſchweigen ſelbſt konnte einen verderben; keinen Abend legte man ſich ohne die Furcht nieder, in der Nacht aus dem Bette geholt zu werden,


