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in den Vorleſungen eines Gelehrten oder in den einſamen Gaͤngen des koniglichen Gartens, wo freundliche Erinnerungen an ihre erſte Bekannt⸗ ſchaft ſie umſchwebten.— So lange Mad. Derblay im Floſter war und ihren Freund erſt noch den Banden des heuchleriſchen Falcol ent⸗ ziehen mußte, hatte ſie ſich ſtets ernſthaft, ge⸗ ſetzt, ſanft und leidend gezeigt; jetzt wieder in der großen Welt ſich bewegend, war ſie bald empfindſam, bald witzig, bald fröhlich, bald me⸗ lancholiſch, bald ſanft und gutmuͤthig und bald neckend und ſatyriſch, aber immer ſtrebte ſie da⸗ bei nur des Freundes Herz zu feſſeln, und taͤg⸗ lich neue, treffliche Eigenſchaften an ihm ent⸗ entdeckend, bemuͤhte ſie ſich, ihm hinwiederum ſich immer neu und angenehm zu zeigen.— In allem, was er unternahm, ſtand ſie ihm treu⸗ lich zur Seite: ſie befoͤrdorte ſeine Wohlthätig⸗ keitsſpenden, theilte ſeine Studien, ſeine Vergnuͤ⸗ gen, ſeine Arbeiten. Er hatte eine Broſchure geſchrieben, ſie ſchrieb einen Roman, einen Ro⸗ man, in welchem auf jeder Seite Stroͤme von Thränen empfindſamer Herzen rauſchten, und


