Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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ſie ihre frühere Einrichtung wieder eingeführt, d. h. den möglichſt großen Fuß, die moͤglichſte Menge Geſellſchaft und Vergnuͤgungen. Aber nicht wenig war der Kreis ihrer alten Verehrer und Freunde darüber erſtaunt, daß ſie durchaus nicht mehr die Coquette machte. Sie wuͤnſchte jetzt wahrhaft nur Einem zu gefallen, und dieſer Eine war mein Freund. Fuͤr ihn ſchmuͤckte ſie ſich, fuͤr ihn ließ ſie alle Anmuth ihres Geiſtes und ihres Körpers glänzen; ſie hatte nur Augen, nur Sinn fuͤr ihn. Bald erſchien ſie im reich⸗ ſten Schmuck und in aller Grazie und Liebens⸗ wuͤrdigkeit einer Weltdame, bald in dem ein⸗ fachen Coſtuͤm und mit dem brſcheidenen Aeu⸗ ßeren einer Hausfrau, und immer, ſo oder ſo,

war es nur Deſodry, dem ſie zu gefallen, den

ſie zu feſſeln ſuchte. Mit einer Leidenſchaft, die der ihren gleichkam und ſeinem heftigen Cha⸗ racter entſprach, hing er aber auch dafuͤr an ihr, und unzertrennlich, unbekuͤmmert um die Satkasmen der Welt, ſah man ſie heute zu⸗ ſammen in glaͤnzender Geſellſchaft, und morgen in einer kleinen Loge im Theater, dann wieder