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in meines jetzigen Anwaldes Geſchichlichseit und Eifer, aber wie angenehm wuͤrde es mir geweſen ſeyn, einen Freund wie Sie, den Bru⸗ der meiner theuren Pauline, zum Vertheidiger zu haben!“
„O Madame!“ rief Deſodry hier aus,„welche Ehre, welches Gluck waͤr' es mir geweſen! Mit welcher Beredtſamkeit haͤtte ich Ihre Sache fuͤhren wollen!“
„Allein“, fuhr jetzt Mad. Derblay fort, da ſie ſah, daß Deſodry von neuem ſchwieg—„eh' Sie ſich in dem neuen Stande auszeichnen können, vergeht noch ziemliche Zeit. Wollen Sie mir vertrauen? Sie haben Geiſt, Sie haben eine gute Erziehung gehabt; waͤhrend Sie die Geſetze ſtudiren, verſaͤumen Sie nicht die ſchoͤnen Wiſſenſchaften. Trachten Sie ſich einen Namen zu machen; kampfen Sie gegen die Vorurtheile an, dienen Sie Ihrer Zeit und Ih⸗ rem Jahrhundert. Sie ſind reich; Sie können Gelehrte unterſtuͤtzen, neue, nutzliche Unterneh⸗ mungen befoͤrdern helſen, die Hand zu neuen Entbeckungen reichen. Nicht Gewinnſucht leite


