Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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that ſich auf, die Pförtnerin bezeigte kein Er⸗ ſtaunen uͤber ſeine veraͤnderte Kleidung, und raſch ſchluͤpfte er in's Haus.. Mad. Derblay hatte ihre Geſchaͤfte auf's eiligſte abgemacht, um nur recht puͤnktlich wieder da zu ſeyn, wenn ihr Verehrer kaͤm, und jetzt empfing ſie ihn mit den Zeichen der innigſten Theilnahme. Ihre Liebe zu ihm war ſeit den Vorgaͤngen dieſes Morgens noch bedeutend ge⸗ ſtiegen; ein ſolches Opfer, wie er hier heute gebracht hatte, mußte ihr auf's angenehmſte ſchmeicheln. Sie war ſtolz darauf, die Veran⸗ laſſerin zu dieſem Schritte geweſen zu ſeyn, ſtolz darauf, einen jungen Enthuſiaſten ſo gänz⸗ lich ſich gewonnen, einen ſo vollſtaͤndigen Sieg uͤber ſeine Lieblings⸗Neigung errungen zu haben. Was konnte ſie mit einem ſolchen Mann zur Seite nicht noch alles ausrichten! Ihr Herz und ihr Kopf waren gleich befriedigt durch ihn. Man weiß, wie ſehr ſie nach Aufſehen ſtrebte; das kleine Memoire, von welchem ſie Deſodry ein Exemplar mitgetheilt, hatte ihr von ver⸗ ſchiedenen Seiten her große Lobſpruche verſchafft;