Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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ich Euch aber noch etwas entdecken. Ich fuͤhle den Beruf in meiner Bruſt, eine andere Rolle in der Welt zu ſpielen, als die eines Abbe. Ich will dem großen Ganzen nuͤtzlich werden; ich will fuͤr das Gluͤck der Menſchheit wirken. Thue das, Herzensjunge! rief der Onkel entzuͤckt aus; mache alles, was du willſt, werde was du willſt; ich bin nur froh, daß du kein Prieſter wirſt. Jetzt kam auch Tante Veronika, und wir Alle waren nicht wenig neugierig zu erfahren, wie ſich die Sache in der Kirche beendigt hatte. Die arme, alte Veronika Lonnte vor Schrecken und Schmerz anfaͤnglich kaum ſprechen. Als ſich aber das Band ihrer Zunge endlich löſte, da rief ſie mit Heftigkeit aus:Ach du Un⸗ glůckskind! du Treuloſer, was haſt du gethan! Welche Suͤnde, welchen Greul haſt du began⸗ gen! Du, das Muſter im Seminarium, wirſt nun der Spott der Welt, der Verwurf der From⸗ men ſeyn! O, daß ich dieſe Schmach erleben mußte! Ich war ſo ſtolz auf dich und nun weiß ich mich vor Schmach nicht zu laſſen.