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ſtellerin aufzutreten— hatte allen Fleiß auf ihre Abfaſſung verwendet, und der Eindruck, den ſie auf Deſodry hervorbrachte, war ungeheuer. Er verſchlang den Inhalt mehr, als er ihn las. Wie klopfte ſein Herz bei der Darſtellung der Lei⸗ den, die die ſchoͤne Frau als das Opfer eines
barbariſchen Ehetyrannen wollte empfunden ha⸗
ben! Wie bewunderte er ihre Tugend, ihren Geiſt, ihre Standhaftigkeit, wie ihr Gefuhl, ihren Ausdruck! Sie war eine Göttin in ſeinen Au⸗ gen, ein Engel, geziert mit allen Vollkommen⸗ heiten. Der Gedanke, antworten, ihr danken zu muͤſſen, ſtand plotzlich vor ſeiner Seele. Aber wie? ſchriftlich? das war ſo kalt, und muͤndlich? ihm ſtand nur noch der heutige Tag frei. War dieſer verſtrichen, ſo durfte er ſeine Wohnung nicht mehr verlaſſen, ſo ſah er ſie vielleicht nie wieder! Alle Bedenklichkeiten ſchwanden; alle Vorſaͤtze zerrannen; er lief wie gejagt zum Kloſter hin.
Nachdem er der Dame in den gluͤhendſten Ausdrüͤcken ſeinen Dank und ſein Beileid über ihr Geſchick bezeigt hatte, lenkte ſich das Ge⸗


