Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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dit wieder zu gewinnen, um die Miniſter zu zwingen, ihn aufs neue anzuſtellen, hielt er dafuͤr, ſey es das beſte Mittel, ſeinen Aufwand zu verdoppeln und, bisher ſchon ausſchweifend in ſeinem Luxus, ward er es nun noch viel mehr. Seine Frau, noch jung und huͤbſch, unterſtuͤzte ihn hierbei mit allen Kraͤften; nie war ſie putz⸗ puͤchtiger, nie coquetter. Die Coquetterie war uͤbrigens nicht unvertraͤglich mit der ihr gewoͤhn⸗ lichen Empfindſamkeit. Sie beſtrebte ſich, die Aufmerkſamkeit romantiſch gefuͤhlvoller Gemuͤ⸗ ther auf ſich zu ziehen; ach! und wie haͤtte die ſelbſt romantiſche Alphonſine dem Seufzen ſolcher zarten Seelen lange widerſtehen koͤnnen? Sie hatte eine kleine Liebesgeſchichte, die geheim blieb; eine zweite erregte einiges Gemunkel, eine dritte großes Aufſehen. Der Herr Gemahl wurde uͤbellaunig und glaubte ſeine Ehre in Ge⸗ fahr. Iſt es nicht ſeltſam, daß Menſchen, die in allen andern Angelegenheiten ſehr wenig zar⸗ tes Ehrgefuͤhl beweiſen, in dem Puncte der ehe⸗ lichen Treue ſehr viel damit ausſtehen, waͤh⸗ rend daß wieder Andere, denen daſſelbe geſchieht, daruͤber lachen, oder gar Gewinn davon ziehen? Indeß, allerdings iſt es wahr, daß wenn das