Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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dieſe Beraubungen waren vergeſſen worden; aber Dank dem neuen Geſetze, das die Wunden der Revolution heilen ſoll! man hat dieſe Wun⸗ den von neuem aufgeriſſen, man hat das An⸗ denken an eine truͤbe, vergangene Zeit von

neuem aufgefriſcht, und wer mag es denen

verdenken, die ein Opfer dieſer Gewaltthatig⸗ keiten wurden, daß ſie den Glauben hegen, ſie ſeyen eben ſo gute, eben ſo treue Franzoſen, als jene Herren, von dem Frankreiche jenſeits des Rheins,**) jene Herren aus Coblenz und Trier, die noch vor wenig Jahren erſt in der Kammerherrenlivree desUſurpators ſich bruͤ⸗ ſteten? Wer mag es ihnen verdenken, daß ſie vielleicht bald eben ſo laut ſchreien, wie dieſe geruhmten Opfer einer ungloͤcklichen Treue? ſo laut, daß man dann vielleicht ihr Geſchrei nicht wird berhören duͤrfen⸗ gi.

**) La france Rhin. Weil die königlichen Prinzen, der Adel und der hohe Glerus auswander⸗ ten, ſo glaubten dieſe Herren, ſie haͤtten Frankreich mit uͤber den Rhein genommen, und wo ſie wären, waͤre das Vaterland, Dieſer holde Wahn ſchwand jedoch nach den Feldzugen von 1793 und 1794, ſo ziems lich, und die Mehreſten waren in der Folge recht froh, daß ihnender Uſurpator erlaubte zurükzu⸗

ehren und Biſchoffſtuͤhle, Kammerherrenplaͤtze u. d. g. fur ſie errichtete.

A. d. Ueb.