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gewiß hoͤchſt lobenswerth iſt.... Doch erlaube mir zu bemerken... daß er zuweilen auch ein bischen allzuweit geht. Ich errathe Dich, Du willſt auch den Schein einer Intrigue vermei⸗ den; ſey ruhig hieruͤber. Denke vor allem daran, daß es ſich hier um das Intereſſe Dei⸗ nes Vaterlandes handelt und daß nebenbei das Intereſſe Deines Onkels, des Bruders von Deinem Vater, Deines alten Vormundes und Freundes, mit auf dem Spiele ſteht. Bedenke, daß es Dir wenig Ehre bringen und mir gro⸗ ßen Schmerz machen wuͤrde, wenn Dich alle Welt uͤber Dein Benehmen gegen mich in ſo fern tadelte, daß Du mir nur Deine Stimme giebſt, waͤhrend es Dir doch ſo leicht iſt, mir eine Menge Anderer zu gewinnen.“—„Ver⸗ zeihen Sie, Sie ließen mich vorher nicht aus⸗ reden; ich wollte ſagen, daß es mir ſelbſt nicht moͤglich iſt, Ihnen meine Stimme zu geben.“ —„Was beliebt?“ fragte der Doetor ganz außer Faſſung; dann zwang er ſich zum Lachen, und ſprach:„Ach, nun ſehe ich, nun merke ich; ich bin ein Liberaler und Du hängſt dem Mi⸗ niſterium an; wir ſtehen uns alſo einander ge⸗
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