Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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S

Seite noch aͤrger. Man hatte in der Stadt eine prachtvolle Wohnung; Madame einen reich⸗ geſchmuͤckten Salon, ein elegantes Schlafzim⸗ mer, ein koͤſtliches Boudoir. Zu dem Stu⸗ dierzimmer des Herrn trat man durch ein Vor⸗ gemach und einen großen Speiſeſaal; von da wieder in ein anderes ſchoͤnes Zimmer, dann

in eine Bibliothek, wo Acajou und Alabaſter

entgegenglaͤnzten: hier ſah man Kupſerſtiche avant la lettre, und ſelbſt einige Originalge⸗ maͤlde. Vor den Thoren hatte man ein aller⸗ liebſtes Landhaus. Im Winter gab man Baͤlle in der Stadt; im Sommer Feſtins auf dem Lande, und haufenweiſe ſtroͤmten, hier wie da, die Schmarotzer hinzu. Man ſezte eine Ehre darin, den Aufwand der Standesgenoſſen zu uͤberbieten, denn Madam wollte durchaus alle andere Advocaten- und Notarien⸗Frauen ihrer Bekanntſchaft ausſtechen. Die Weiber der Ma⸗ giſtratsperſonen ſah man nicht: die gehörten zu dem niedern Buͤrgerſtande. Aber, wie konnte aller dieſer Aufwand beſtritten werden? O, da⸗ fur gibt es Rath! Man muß es nur verſtehen, die Prozeße zu mehren und gehorig auszuſpin⸗