Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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ben. Mußte man ihn nicht als einen Tropf verlachen?*

Wie viele Streiche hatte ihm ſchon ein ge⸗

wiſſer Dauvert geſpielt, und dennoch war er

darum nicht weniger deſſen beſter Freund. Die⸗

ſer Dauvert war der Sohn eines Edelmannes aus der Touraine, der fruͤher auswanderte, dann zuruͤckkehrte und die Sorge fuͤr die Er⸗ ziehung ſeines Sohnes einer alten Haushaͤlterin uͤberließ. Nach dem Tode des alten Dauvert nahmen ſich einige Verwandte der vernachlaͤſſig⸗ ten Erziehung ſeines Sohnes mehr an, und ſchickten den jungen Menſchen auf die Central⸗ ſchule. Trotz ſeiner Einfalt fehlte es Georg nicht an Faͤhigkeiten; er war fleißig und ein guter Schuͤler; trotz dem, daß Daubert ſich ein⸗ bildete, fein und geiſtreich zu ſeyn, war er da⸗ gegen ein ſchlechter Schuͤler; da er jedoch die Harmloſigkeit und Herzensgute Georgs trefflich zu benutzen verſtand, ſich durch ihn ſeine Arbei⸗ ten machen ließ, ihm ſeine dummen Streiche geſchickt aufbuͤrdete, ihn vorſchob, wo Gefahr war und ſich dagegen vordraͤngte, wo Lohn harrte: ſo glaubte man gern, daß der Erſtere