Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

168

Das finſtere Schweigen, in welchem ſie verharrte, mochte umgekehrt dem Jeſuiten als bedingungsloſe Un⸗ terwerfung erſcheinen.Sie werden mir fortan von je⸗ dem Vorhaben und jedem Schritt des Herzogs Mitthei⸗ lung machen, fügte er im Tone des Befehls hinzu,und eine Veranſtaltung zu treffen wiſſen, welche ſeine Auf⸗ hebung ermöglicht, lebendig oder todt. Dem Sieges⸗ lauf dieſes Ketzers muß ſo oder ſo ein Ende gemacht werden.

Nie werde ich das! fuhr ſie in einer alle Schran⸗ ken niederwerfenden Entrüſtung wider dieſe Entſcheidung auf.Thun Sie, was Sie wollen, ich werde nie zu einer ſolchen Schändlichkeit die Hand bieten.

Sie werden, verharrte der Jeſuit in ſeinem Ver⸗ langen,oder

O wähnen Sie nicht, mich noch einmal durch Ihre Drohungen zu einer meinem Willen widerſtrebenden Hand⸗

lung beſtimmen zu können. Hüten Sie ſich vielmehr, mich

nicht zu einem Aeußerſten zu treiben. Sie würden durch einen Verrath meiner Vergangenheit doch immer nur

mich treffen; allein indem Sie das thun, wäre Ihnen

zugleich auch die Erreichung des Ziels, worauf es Ihnen doch vor allem ankommt, für immer unmöglich gemacht. Oder meinen Sie etwa, daß mich Chriſtian, mein Chri⸗ ſtian, ungehört verdammen würde? Einmal aber durch