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„Nie werde ich an meinen Glaubensbrüdern, nie an meiner Ueberzeugung zum Verräther werden“, fiel ihr der Herzog mit faſt klangloſer Stimme ins Wort.„Es war ein ſchöner Traum, doch welch furchtbares Erwa⸗ chen! Olympia, ja, Du hatteſt einſt wohl Recht, eine
unausfüllbare Kluft liegt zwiſchen uns. Und ich Narr
konnte wähnen— o! Luft! Ich muß zunächſt mich ſelbſt wiederfinden. Lebe wohl!“
Olympia kniete noch auf derſelben Stelle, und un⸗ fähig, ſich zu erheben, unfähig, nur einen Gedanken zu faſſen, ſtarrte ſie dem Davonſtürmenden nach und lauſchte auf den Hufſchlag ſeines von ihm zur wildeſten Carriére angeſpornten Pferdes. Erſt mit dem Verhallen des letzten fernen Tons kam es wie ein ungefähres Beſin⸗ nen über ſie. Der große Wurf war ihr mißlungen! Sie hatte vergeblich zu ſeinen Füßen gelegen. Er hatte ſie nicht aufgehoben, ja kaum einen Blick auf ſie geworfen Es flutete ihr heiß zu Sinnen. Galt ſein Lebewohl auf Nimmerwiederſehen? Mußte ſie ihr Spiel ſchon mit dem erſten verfehlten Streich für immer verloren ge⸗ ben? Sie wußte es nicht. Aber wenn— ha! dann war dies Spiel zugleich um ihr Herz, ihr Leben geſpielt
worden. Wie der Ertrinkende nach einem Strohhalm,
hatte ſie nach der ihr von der Duenna und dem Jeſui⸗
ten vorgeſpiegelten Hoffnung gegriffen, dadurch, daß ſie
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